
Korea · 50 Min. · Fisch · Suppe · Für Anfänger
Eomuk Guk
Auf Deutsch: Fischkuchensuppe · Auf Englisch: Fish Cake Soup
Für 2 Personen · metrisch
Koreanische Fischkuchensuppe: klare Sardellenbrühe mit Rettich und Odeng-Spießen
Eomuk Guk ist koreanische Alltagsküche in ihrer schönsten Form: eine klare Sardellen-Seetang-Brühe, in der Rettich weich gekocht wird und Fischkuchen – auch Odeng genannt – nur noch kurz ziehen. Gefaltet auf Holzspieße gesteckt heißen sie Odeng Kkochi, und dazu gehört traditionell ein Dip aus Sojasauce mit Senf oder Wasabi. Heiß serviert mit frisch gekochtem Reis und ein paar Beilagen wird aus der Schale eine vollständige Mahlzeit.
Zutaten
- 200 gBlätter oder Stäbe, meist tiefgekühlt; mit heißem Wasser überbrühen und in Streifen schneiden oder aufspießenFrittierte Fischpaste aus weissem Fisch und etwas Stärke, meist als dünne Platten geformt; elastisch, leicht süsslich-salzig, saugt Brühe auf.Ersatz: Am nächsten kommen japanische frittierte Fischkuchen (Satsuma-age) oder frittierte Fischbällchen aus dem Asienladen, die geschmacklich und in der Textur ähnlich sind, aber eine andere Form haben. Gedämpftes Kamaboko ist fester und nimmt weniger Sauce auf. Für westliche Zutaten wie Fischstäbchen oder Surimi-Sticks gibt es keinen brauchbaren Ersatz, weil ihnen die federnde Textur fehlt und sie in Brühe zerfallen.Mehr dazu
- 100 ggeschält, in Scheiben oder große Stücke; kocht in der Brühe mitKoreanischer Rettich (Mu), kürzer und dicker als der hiesige weisse Rettich, oben oft grünlich, mit festem, saftigem, mild-süsslichem Fleisch.Ersatz: Weisser Rettich oder Daikon gehen gut, sind aber wässriger und weniger süss, gegart auch weicher. Hiesiger weisser Rettich kann zudem schärfer sein, daher vorher probieren.Mehr dazu
- 1000 mlWasserfür die Brühe
- 20 gKopf und schwarze Innereien entfernen, sonst wird die Brühe bitterKleine, ganze Sardellen, gekocht und getrocknet – salzig, intensiv nach Meer, Grundlage vieler koreanischer Brühen und knuspriger Beilagen.Ersatz: Für Brühe kann man auf Bonitoflocken oder japanisches Dashi-Pulver ausweichen, der Geschmack wird dann rauchiger und feiner, weniger kräftig; ein Schuss Fischsauce in Wasser ist eine Notlösung, die salzig, aber flach bleibt. Für Gerichte, in denen die kleinen Sardellen im Ganzen gegessen werden, gibt es keinen brauchbaren Ersatz, weil es gerade um ihren Biss und ihre Knusprigkeit geht; Sardellenfilets aus dem Glas sind zu weich und zu salzig.Mehr dazu
- 10 gDashima/Kombu, für die Brühe; vor dem Weiterkochen herausnehmenAchtung: Getrockneter Seetang enthält sehr viel Jod und sollte daher nur in kleinen Mengen verwendet und nicht in grossen Mengen mitgegessen werden.Getrocknete Blätter von Braunalgen (koreanisch Dashima, japanisch Kombu), die vor allem einer Brühe ihren tiefen, herzhaften Grundgeschmack geben.Ersatz: Einen gleichwertigen Ersatz gibt es nicht; eine Prise Würzpulver mit Glutamat oder etwas Sojasauce bringt Herzhaftigkeit, aber nicht den runden, leicht meerigen Geschmack, und die Brühe wird flacher.Mehr dazu
- 1 ELSojasaucezum Abschmecken der Brühe, teils helle Suppensojasauce
- 2 ZehenKnoblauchfein gehackt
- 30 gFrühlingszwiebelnin Ringe geschnitten, zum Schluss zugeben
- 1 ELMirin oder Kochsake, nimmt den FischgeruchKlarer, milder Wein aus vergorenem Reis, in der koreanischen Küche meist zum Marinieren und gegen Fischgeruch verwendet.Ersatz: Trockener Sherry oder ein trockener Weisswein kommen am nächsten, schmecken aber etwas fruchtiger. Nimmt man japanisches Mirin, wird das Gericht süsser, dann den Zucker im Rezept etwas verringern.Mehr dazu
- 1Zwiebelgeachtelt oder grob gewürfelt, für die Brühe (optional)
- 1 TLzum Abschmecken (optional)Klare, bernsteinfarbene Würzsauce aus gesalzenem, fermentiertem Fisch, in Korea meist aus Sardellen; sehr salzig und kräftig umami.Ersatz: Thailändische oder vietnamesische Fischsauce lässt sich eins zu eins verwenden; sie schmeckt etwas anders, funktioniert aber gut. Ohne Fisch gibt es keinen echten Ersatz: Helle Sojasauce mit einer Prise Salz liefert Salz und etwas Würze, den fermentierten Fischton jedoch nicht.Mehr dazu
- Salznach Geschmack
- Pfeffernach Geschmack, kurz vor dem Servieren
- 1 TLfür eine scharfe Brühe oder den Dip (optional)Grob gemahlene, sonnengetrocknete rote Chilischoten ohne Kerne, leuchtend rot, fruchtig und nur mässig scharf.Ersatz: Einen wirklich gleichwertigen Ersatz gibt es nicht. Am nächsten kommen türkische Chiliflocken (Pul Biber) aus dem türkischen Supermarkt, etwas schärfer und salziger, oder edelsüsses Paprikapulver mit einer kleinen Prise Cayennepfeffer, das Farbe und Schärfe trifft, aber nicht die fruchtig-rauchige Tiefe. Gewöhnliche Chiliflocken sind viel schärfer und dürfen nicht in derselben Menge verwendet werden; für Kimchi lohnt sich das Original.Mehr dazu
- 1 TLZuckerrundet die Würze ab (optional)
- 3Ssukgat, als Einlage zum Schluss (optional)Die zarten Blätter und Stängel der Speisechrysantheme, eines Blattgemüses mit kräftig-würzigem, leicht bitterem Aroma.Ersatz: Einen wirklichen Ersatz gibt es nicht, weil das eigentümliche Chrysanthemenaroma sonst nirgends vorkommt. Am nächsten kommt eine Mischung aus Brunnenkresse oder Rucola mit etwas Selleriegrün, die Bitterkeit und Würze andeutet; junger Spinat trifft nur die Textur und macht das Gericht deutlich milder.Mehr dazu
Zubereitung
- Die Brühe ansetzenDie getrockneten Sardellen putzen: Kopf und die schwarzen Innereien entfernen, sonst wird die Brühe bitter. Zusammen mit dem getrockneten Seetang und dem Wasser in einem Topf ansetzen.
- Rettich und Zwiebel schneidenDen koreanischen Rettich schälen und in Scheiben oder große Stücke schneiden, die Zwiebel achteln oder grob würfeln.
- Das Gemüse sanft köchelnRettich und Zwiebel in die Brühe geben und alles 15 bis 30 Minuten sanft köcheln lassen, bis der Rettich weich ist. Den Seetang schon früh herausnehmen, damit die Brühe klar und mild bleibt.
- Die Brühe abseihenSardellen und restliche Seetangstücke entfernen und die Brühe abseihen. Den Rettich entweder in der Suppe lassen oder zum späteren Anrichten beiseitestellen.
- Die Fischkuchen vorbereitenDie Fischkuchen auftauen, mit heißem Wasser überbrühen oder kurz blanchieren, damit sich überschüssiges Frittieröl löst, und trockentupfen. Dann in mundgerechte Streifen schneiden oder gefaltet auf Holzspieße stecken.
- Die Brühe abschmeckenDie Brühe mit Sojasauce, gehacktem Knoblauch, Reiswein, Salz und Pfeffer abschmecken; nach Geschmack Fischsauce, eine Prise Zucker oder koreanisches Chilipulver dazugeben.
- Fischkuchen in der Brühe ziehen lassenDie Fischkuchen in die heiße Brühe legen und 3 bis 10 Minuten ziehen lassen, dabei immer wieder Brühe über die Spieße löffeln. Wer mag, gibt zum Schluss Chrysanthemenblätter als Einlage dazu.
- Garnieren und heiß servierenMit Frühlingszwiebelringen bestreuen, frisch gemahlenen Pfeffer darüber und heiß servieren – mit Dip, Reis und Beilagen.
Tipps und Varianten
Für eine scharfe Variante (Maeun Eomuk Tang) würzt du die Brühe statt klar mit koreanischem Chilipulver und Gochujang, oder gibst schon beim Kochen koreanisches Chilipulver in die Sardellenbrühe. Geht es schnell, lässt du die Sardellen weg und ziehst die Brühe aus Wasser, Rettich und Seetang mit Hondashi, Fischsauce und einer Prise MSG – fertige oder Instant-Sardellenbrühe tut es ebenso. Wer Zeit hat, macht die Fischkuchen selbst: mageren Weißfisch mit Reiswein, Salz, Ei, Stärke, Ingwer, Zwiebel und Karotte pürieren, formen und frittieren. Zum Servieren einen Dip aus Sojasauce, Knoblauch, Frühlingszwiebel, Sesamöl, Sesam, koreanischem Chilipulver und Zucker reichen – oder klassisch Sojasauce mit gelbem Senf oder Wasabi zum Eintunken der Spieße. Den gekochten Rettich isst man entweder in der Suppe mit oder richtet ihn als Beilage an.
Allergene
Enthält: Fisch, Glutenhaltiges Getreide, Soja, Schwefeldioxid und Sulfite
Die Angaben ergeben sich aus der Zutatenliste dieses Rezepts. Fertigprodukte und Marken können weitere Allergene enthalten — bitte prüfe die Verpackungen selbst.
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Dieses Rezept ist sorgfältig aus unabhängigen Quellen zusammengetragen und geprüft worden. Trotzdem kann sich ein Fehler einschleichen — eine Menge, die nicht aufgeht, ein Schritt, der so nicht funktioniert. Wenn dir etwas auffällt, schreib uns: Wir sehen es uns an und bessern nach.


