
Korea · 50 Min. · Fleisch · Hauptgang · Für Geübte
Kongnamul Bap
Auf Deutsch: Reis mit Sojabohnensprossen · Auf Englisch: Soybean Sprout Rice
Für 4 Personen · metrisch
Koreanischer Sojabohnensprossen-Reis mit Fleisch und Kimchi, dazu Yangnyeomjang
Kongnamul Bap ist eines dieser koreanischen Alltagsgerichte, bei denen alles in einem Topf gart: Reis, knackige Sojabohnensprossen, mariniertes Fleisch und durchgesäuertes Kimchi. Serviert wird es in der Schale, und erst am Tisch kommt die Würzsauce dazu – jeder rührt sich so viel Yangnyeomjang unter, wie er mag. Genau das macht es so gesellig und so unkompliziert für jeden Wochentag.
Zutaten
- 400 gmehrfach klar waschen, abtropfen lassenKurzer, runder Reis der Japonica-Art, der beim Kochen weich und leicht klebrig wird.Ersatz: Sushireis ist gleichwertig; Milchreis oder Risottoreis werden zu breiig oder zu körnig, Langkornreis klebt nicht und passt nicht.Mehr dazu
- 400 mlWasserzum Garen des Reises, etwa 1:1; 1–2 EL zusätzlich zum Verdünnen der Sauce
- 300 gwaschen, schlechte Bohnen auslesen, gut abtropfenAchtung: Sojabohnensprossen werden nicht roh gegessen, sondern immer einige Minuten gegart.Gekeimte gelbe Sojabohnen mit großem, gelbem Bohnenkopf und langem, knackigem Stiel, nussiger und kräftiger als die üblichen Sprossen.Ersatz: Mungbohnensprossen gehen notfalls, sind aber zarter und wässriger und haben weder den nussigen Geschmack noch den bissfesten Kopf; sie brauchen deutlich kürzere Garzeit.Mehr dazu
- 200 gSchweinefleischgehackt oder in dünne Streifen geschnitten, kurz mariniert und angebraten
- 200 ggut durchgesäuert, in mundgerechte Streifen geschnitten, mit dem Fleisch angebratenMilchsauer vergorener Chinakohl mit Chili, Knoblauch, Ingwer und meist Fischsauce, säuerlich, scharf und würzig.Ersatz: Einen gleichwertigen Ersatz gibt es nicht: Sauerkraut mit Chiliflocken, Knoblauch und einem Spritzer Fischsauce trifft die Säure, aber weder die Würze noch den knackigen Biss. Wer Zeit hat, setzt Kimchi besser selbst an.Mehr dazu
- 5 ELSojasauce1 EL für die Fleischmarinade, 4 EL für die Würzsauce
- 1 ELfür die FleischmarinadeKlarer, milder Wein aus vergorenem Reis, in der koreanischen Küche meist zum Marinieren und gegen Fischgeruch verwendet.Ersatz: Trockener Sherry oder ein trockener Weisswein kommen am nächsten, schmecken aber etwas fruchtiger. Nimmt man japanisches Mirin, wird das Gericht süsser, dann den Zucker im Rezept etwas verringern.Mehr dazu
- 3 ZehenKnoblauchfein gehackt, für Marinade und Würzsauce
- 2 ELgeröstet, für Marinade und WürzsauceDunkles, aus gerösteten Sesamsamen gepresstes Öl mit kräftigem, nussigem Röstaroma; wird meist zum Schluss in kleinen Mengen zum Würzen verwendet.Ersatz: Einen echten Ersatz gibt es nicht, denn das Röstaroma lässt sich mit keinem anderen Öl nachbilden; zur Not helfen ein neutrales Öl und frisch in der Pfanne geröstete, zerstossene Sesamsamen, die Note bleibt aber deutlich schwächer.Mehr dazu
- 2 TLZuckerfür die Würzsauce
- 1 ELfür die WürzsauceKoreanische Chiliflocken aus sonnengetrockneten roten Chilis, grob oder fein gemahlen. Leuchtend rot, fruchtig, mild bis mittelscharf und leicht rauchig.Ersatz: Am nächsten kommt Pul Biber (Aleppo-Chiliflocken) aus dem türkischen Supermarkt, das ähnlich fruchtig und mild ist, aber öliger, oft gesalzen und etwas säuerlicher. Notfalls mischt man edelsüsses Paprikapulver mit wenig Cayennepfeffer; das trifft Farbe und Schärfe ungefähr, aber nicht die Fruchtigkeit und Textur. Gewöhnliche Chiliflocken sind zu scharf und lassen sich nicht in der üblichen Menge verwenden.Mehr dazu
- 1 ELSesamsamengeröstet, für die Würzsauce
- 2Frühlingszwiebelfein geschnitten, für die Würzsauce
- Pfefferfür Marinade und Sauce
- 1 ELfür die Würzsauce (optional)Milder, heller Essig aus Reis, weniger scharf und etwas süsslicher als Weinessig.Ersatz: Apfelessig oder Weissweinessig, mit etwas Wasser verdünnt und mit einer Prise Zucker abgerundet, kommen nahe heran, schmecken aber fruchtiger.Mehr dazu
- 2 ELButterzum Unterheben unter den fertigen Reis (optional)
Zubereitung
- Den Reis waschenDen Rundkornreis in eine Schüssel geben und mehrfach mit kaltem Wasser waschen, bis das Wasser klar bleibt. Anschließend abtropfen lassen oder kurz einweichen.
- Die Sojasprossen putzenDie Sojabohnensprossen waschen, dabei schlechte Bohnen auslesen, und gut abtropfen lassen.
- Das Fleisch marinierenDas Fleisch hacken oder in dünne Streifen schneiden und mit 1 EL Sojasauce, 1 EL Reiswein oder Mirin, 1 gehackten Knoblauchzehe, 1 EL Sesamöl und einer Prise schwarzem Pfeffer mischen. Etwa 15 Minuten ziehen lassen.
- Fleisch und Kimchi anbratenDas marinierte Fleisch in etwas Öl bei mittlerer bis hoher Hitze anbraten und überschüssige Flüssigkeit abgießen. Das Kimchi in mundgerechte Streifen schneiden, dazugeben und mitbraten, bis es weich und aromatisch ist.
- Reis mit Belag garenDen Reis mit dem Wasser im schweren Topf oder im Reiskocher ansetzen und Fleisch, Kimchi und Sojabohnensprossen darauf schichten. Zugedeckt aufkochen, dann die Hitze stufenweise senken und bei niedriger Hitze etwa 15 Minuten garen – den Deckel dabei geschlossen lassen.
- Die Würzsauce anrührenWährenddessen die Würzsauce anrühren: 4 EL Sojasauce, 2 TL Zucker, 1 EL Gochugaru, 1 EL Sesamöl, 1 EL geröstete Sesamsaat, die restlichen 2 gehackten Knoblauchzehen, die fein geschnittenen Frühlingszwiebeln, eine Prise Pfeffer und nach Belieben 1 EL Reisessig verrühren. Bei Bedarf mit ein bis zwei Esslöffeln Wasser verdünnen.
- Den Reis nachziehen lassenDen Topf vom Herd nehmen und zugedeckt 5 bis 15 Minuten nachziehen lassen.
- Alles locker durchmischenAlles locker durchmischen, sodass Sprossen, Fleisch und Kimchi gleichmäßig im Reis verteilt sind. Wer mag, hebt jetzt 2 EL Butter unter.
- Anrichten und servierenIn Schalen anrichten und die Würzsauce separat dazustellen, damit jeder selbst nach Geschmack würzt.
Tipps und Varianten
Statt die Sprossen von Anfang an mit dem Reis zu garen, kannst du sie auch erst gegen Ende der Garzeit auf den fast fertigen Reis legen. Statt Hackfleisch passen dünn geschnittener Schweinebauch, Schweinenacken oder Schweinebacke; ohne Fleisch wird das Gericht vegan. Ist das Kimchi sehr kräftig, spülst du es vor dem Braten ab, bis es blass ist – oder du lässt es ganz weg und nimmst nur mariniertes Fleisch. In die Sauce kann gehackte grüne Chili, ein Schuss Essig oder etwas Wasser zum Verdünnen. Dazu passen Kimchi und gewürzte Seetangblätter.
Allergene
Enthält: Glutenhaltiges Getreide, Sesam, Soja, Schwefeldioxid und Sulfite
Kann enthalten, wenn du die optionalen Zutaten verwendest: Milch (einschließlich Laktose)
Die Angaben ergeben sich aus der Zutatenliste dieses Rezepts. Fertigprodukte und Marken können weitere Allergene enthalten — bitte prüfe die Verpackungen selbst.
Stimmt etwas nicht?
Dieses Rezept ist sorgfältig aus unabhängigen Quellen zusammengetragen und geprüft worden. Trotzdem kann sich ein Fehler einschleichen — eine Menge, die nicht aufgeht, ein Schritt, der so nicht funktioniert. Wenn dir etwas auffällt, schreib uns: Wir sehen es uns an und bessern nach.


