
Korea · 12 Std. · Vegan · Zum Einmachen · Für Geübte
Baechu Kimchi
Auf Deutsch: Veganes Napakohl-Kimchi · Auf Englisch: Vegan Napa Cabbage Kimchi
Für 12 Personen · metrisch
Veganes Chinakohl-Kimchi: Würzpaste mit Klebreiskleister und Gukganjang
Baechu Kimchi (배추 김치) ist das Chinakohl-Kimchi, das in Korea auf keinem Tisch fehlt – hier in einer veganen Fassung, in der koreanische Suppensojasauce (Gukganjang) die sonst üblichen gesalzenen Meeresprodukte ersetzt. Der Kohl wird traditionell am Strunk eingeschnitten, von Hand geteilt und schichtweise gesalzen, bevor die Würzpaste Blatt für Blatt hineinkommt. Ein bisschen Geduld gehört dazu: Sein volles Aroma entwickelt das Kimchi erst nach rund zwei Wochen im Kühlschrank.
Zutaten
- 2000 gChinakohllängs geviertelt, Strunk angeschnitten und von Hand geteilt
- 180 gGrobes Meersalzfür Salzlake und zum Einstreuen zwischen die Blätter
- 2500 mlWasserfür die Salzlake
- 400 gin feine Stifte geschnittenKoreanischer Rettich, kürzer und dicker als der japanische Daikon, mit grünlicher Schulter — fest, saftig, mild-scharf und leicht süsslich.Ersatz: Daikon oder weisser Rettich gehen gut; sie sind wässriger und weicher, garen schneller und geben im Kimchi mehr Flüssigkeit ab, weshalb man die Garzeit kürzen und beim Einsalzen gründlicher abtropfen lassen sollte.Mehr dazu
- 5Frühlingszwiebelnin etwa 2 cm lange Stücke
- 80 ggrob gemahlen; Menge bestimmt die SchärfeKoreanische Chiliflocken aus sonnengetrockneten roten Chilis, grob oder fein gemahlen. Leuchtend rot, fruchtig, mild bis mittelscharf und leicht rauchig.Ersatz: Am nächsten kommt Pul Biber (Aleppo-Chiliflocken) aus dem türkischen Supermarkt, das ähnlich fruchtig und mild ist, aber öliger, oft gesalzen und etwas säuerlicher. Notfalls mischt man edelsüsses Paprikapulver mit wenig Cayennepfeffer; das trifft Farbe und Schärfe ungefähr, aber nicht die Fruchtigkeit und Textur. Gewöhnliche Chiliflocken sind zu scharf und lassen sich nicht in der üblichen Menge verwenden.Mehr dazu
- 2 ELfür den gekochten Mehlkleister als Bindung der WürzpasteMehl aus Klebreis, einer besonders stärkereichen Reissorte; gegart wird es zäh, elastisch und klebrig.Ersatz: Einen guten Ersatz gibt es nicht. Gewöhnliches Reismehl oder Weizenmehl bindet nicht zu einem zähen, elastischen Teig, das Ergebnis wird mürbe oder bröckelig; Tapiokastärke bringt etwas Zähigkeit, ist aber glasiger und schmeckt anders.Mehr dazu
- 1etwa 5 x 5 cm, für den SudAchtung: Getrockneter Seetang enthält sehr viel Jod und sollte daher nur in kleinen Mengen verwendet und nicht in grossen Mengen mitgegessen werden.Getrocknete Blätter von Braunalgen (koreanisch Dashima, japanisch Kombu), die vor allem einer Brühe ihren tiefen, herzhaften Grundgeschmack geben.Ersatz: Einen gleichwertigen Ersatz gibt es nicht; eine Prise Würzpulver mit Glutamat oder etwas Sojasauce bringt Herzhaftigkeit, aber nicht den runden, leicht meerigen Geschmack, und die Brühe wird flacher.Mehr dazu
- 1Apfelgerieben oder mit Knoblauch und Ingwer püriert
- 8 ZehenKnoblauchfein gehackt oder püriert
- 2 TLIngwergerieben
- 1½ ELfür Würze und Tiefe anstelle von FischsauceHelle, sehr salzige koreanische Sojasauce aus fermentierten Sojabohnenblöcken, zum Würzen von Suppen und Gemüsebeilagen.Ersatz: Am nächsten kommt japanische helle Sojasauce (Usukuchi), die ebenfalls hell und salzig ist, aber milder und ohne den erdigen Gärungston der koreanischen. Gewöhnliche Sojasauce ist nur ein Notbehelf: Sie färbt Brühe und Gemüse dunkel und schmeckt süsser, daher nimmt man weniger davon und gleicht mit etwas Salz aus.Mehr dazu
- 2 ELSalzzum Abschmecken der Würzpaste, nach und nach zugeben
- 1 ELZuckeroder grüner Pflaumensirup (Maesil), als Gegengewicht zur Schärfe
- 120 gfür Süße und Farbe in der veganen Würzpaste (optional)Gegarter, fein pürierter Kürbis, dick und leicht süsslich.Ersatz: Selbst gemachtes Püree aus Hokkaido oder Kabocha ist gleichwertig und dem koreanischen Kürbis sogar näher; Butternut ist etwas wässriger und sollte bei Bedarf eingekocht werden.Mehr dazu
- 3grob geschnitten, für herbe Note (optional)Scharf-würzige Blätter des Sareptasenfs, in Korea oft mit rötlich-violetten Blättern, vor allem für Kimchi verwendet.Ersatz: Grüne chinesische oder japanische Senfblätter aus dem Asienladen kommen geschmacklich am nächsten, nur die rötliche Farbe fehlt. Rucola trifft die Schärfe, ist aber zarter und fällt beim Einlegen schneller zusammen.Mehr dazu
Zubereitung
- Den Kohl viertelnDen Chinakohl längs vierteln: dazu den Strunk jeweils nur anschneiden und die Viertel dann von Hand auseinanderbrechen, so bleiben die Blätter am Strunk zusammen.
- Den Kohl salzenAus Wasser und einem Teil des groben Meersalzes eine Salzlake ansetzen und die Kohlviertel darin rundum wenden. Das restliche Salz zwischen die Blätter streuen, vor allem auf die dicken weißen Rippen.
- Den Kohl ziehen lassenDen Kohl bei Raumtemperatur mehrere Stunden ziehen lassen und dabei mehrfach umschichten, damit alle Viertel gleichmäßig weich und biegsam werden.
- Sud und Reiskleister kochenInzwischen das Dashima in Wasser auskochen und den Sud abkühlen lassen. Das Klebreismehl mit einem Teil des Suds aufkochen und unter ständigem Rühren zu einem Kleister binden, dann ebenfalls abkühlen lassen.
- Die Würzpaste anrührenDas Gochugaru in den lauwarmen Kleister rühren und kurz quellen lassen. Apfel oder asiatische Birne, Knoblauch und Ingwer reiben oder pürieren und untermischen, anschließend Gukganjang, Salz und Zucker beziehungsweise Maesil-Sirup einrühren und abschmecken – das Salz nach und nach zugeben.
- Den Kohl waschen und abtropfenDen gesalzenen Kohl mehrfach kalt waschen und mit der Schnittfläche nach unten gründlich abtropfen lassen.
- Die Rettichfüllung mischenDen Rettich in feine Stifte schneiden, mit den Frühlingszwiebeln und der Würzpaste mischen und 30 Minuten durchziehen lassen.
- Kohl füllen und einschichtenMit Handschuhen die Füllung Blatt für Blatt zwischen die Kohlblätter streichen, die Viertel einrollen und fest in ein luftdichtes Gefäß schichten. Die Schüssel mit etwas Dashima-Sud ausspülen und angießen.
- Fermentieren und reifen lassenDas Kimchi ein bis zwei Tage bei Raumtemperatur anfermentieren lassen, dann kühl stellen. Im Kühlschrank reift es weiter, nach etwa zwei Wochen ist das Aroma voll entwickelt, und es hält sich dort mehrere Wochen.
Tipps und Varianten
Wer es unkompliziert mag, schneidet den Kohl gleich in mundgerechte Stücke und mischt die Würzpaste einfach unter – das ist die Mak-Kimchi-Art. Statt Chinakohl funktioniert auch zarter Frühlingskohl (Bomdong), der dann nur etwa eine Stunde gesalzen wird; wer nicht auf die vegane Fassung festgelegt ist, nimmt gesalzene Garnelen (Saeujeot) und Sardellensauce anstelle der Sojasauce. Kürbispüree bringt Süße und Farbe in die Paste, grob geschnittene Senfblätter (Gat) eine herbe Note. Die Rettichstifte darf man zuerst separat mit einem Teil des Gochugaru einfärben, und die Würzpaste gewinnt, wenn sie über Nacht im Kühlschrank durchzieht – größere Mengen lassen sich auch einfrieren. Serviert wird das Kimchi kalt aus dem Gefäß als Beilage zu jedem Alltagsessen.
Allergene
Enthält: Glutenhaltiges Getreide, Soja
Kann enthalten, wenn du die optionalen Zutaten verwendest: Senf
Die Angaben ergeben sich aus der Zutatenliste dieses Rezepts. Fertigprodukte und Marken können weitere Allergene enthalten — bitte prüfe die Verpackungen selbst.
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