
Korea · 30 Min. · Fleisch · Hauptgang · Für Anfänger
Dubu Kimchi
Auf Englisch: Tofu with Stir-fried Kimchi and Pork
Für 4 Personen · metrisch
Warme Tofuscheiben mit scharf gebratenem Kimchi und Schweinebauch
Dubu Kimchi ist eines dieser koreanischen Gerichte, bei denen aus wenigen Zutaten in einer halben Stunde etwas richtig Gutes entsteht: milder, warmer Tofu trifft auf säuerlich durchgereiftes Kimchi, das mit Schweinebauch scharf angebraten wird. Der Kontrast aus sanft und kräftig, weich und knusprig macht den Reiz aus – und man isst es genau so gern unter der Woche wie als Teller für die Runde am Tisch. Wer Kimchi im Kühlschrank hat, das langsam zu sauer zum Pur-Essen wird, hat hier die beste Verwendung dafür.
Zutaten
- 500 gTofufest, im Ganzen gekocht und in Scheiben geschnitten
- 400 ggut durchgereift bis säuerlich, mundgerecht geschnitten, Saft mitverwendenMilchsauer vergorener Chinakohl mit Chili, Knoblauch, Ingwer und meist Fischsauce, säuerlich, scharf und würzig.Ersatz: Einen gleichwertigen Ersatz gibt es nicht: Sauerkraut mit Chiliflocken, Knoblauch und einem Spritzer Fischsauce trifft die Säure, aber weder die Würze noch den knackigen Biss. Wer Zeit hat, setzt Kimchi besser selbst an.Mehr dazu
- 300 gSchweinebauchdünn geschnitten, alternativ Schweineschulter
- 2Frühlingszwiebelin Ringe oder Streifen geschnitten
- 3 ZehenKnoblauchfein gehackt
- 1 ELSojasaucezum Würzen der Pfanne
- 2 TLZuckergleicht die Säure des Kimchi aus
- 1 ELzum Schluss untergerührtDunkles, aus gerösteten Sesamsamen gepresstes Öl mit kräftigem, nussigem Röstaroma; wird meist zum Schluss in kleinen Mengen zum Würzen verwendet.Ersatz: Einen echten Ersatz gibt es nicht, denn das Röstaroma lässt sich mit keinem anderen Öl nachbilden; zur Not helfen ein neutrales Öl und frisch in der Pfanne geröstete, zerstossene Sesamsamen, die Note bleibt aber deutlich schwächer.Mehr dazu
- 2 TLSesamsamengeröstet, zum Bestreuen
- 1 ELfür Farbe und SchärfeKoreanische Chiliflocken aus sonnengetrockneten roten Chilis, grob oder fein gemahlen. Leuchtend rot, fruchtig, mild bis mittelscharf und leicht rauchig.Ersatz: Am nächsten kommt Pul Biber (Aleppo-Chiliflocken) aus dem türkischen Supermarkt, das ähnlich fruchtig und mild ist, aber öliger, oft gesalzen und etwas säuerlicher. Notfalls mischt man edelsüsses Paprikapulver mit wenig Cayennepfeffer; das trifft Farbe und Schärfe ungefähr, aber nicht die Fruchtigkeit und Textur. Gewöhnliche Chiliflocken sind zu scharf und lassen sich nicht in der üblichen Menge verwenden.Mehr dazu
- 1 ELPflanzenölzum Anbraten
- Pfeffergemahlen, zum Würzen des Fleischs
- Wasserzum Garziehen des Tofus
- 2 ELstatt oder zusätzlich zu den Chiliflocken (optional)Koreanische Chilipaste aus Klebreis, fermentierten Sojabohnen, Chilipulver und Salz, dick, scharf, salzig und leicht süsslich.Ersatz: Einen echten Ersatz gibt es nicht, weil die fermentierte Tiefe und die klebrige Süsse zusammen das Gericht tragen. Als Notlösung lässt sich helle Misopaste mit koreanischem Chilipulver oder anderen milden Chiliflocken und etwas Honig oder Zucker verrühren; das trifft Salz, Schärfe und Süsse ungefähr, wirkt aber flacher und weniger rund. Chilisaucen wie Sriracha sind zu dünn und zu sauer und verändern das Gericht deutlich.Mehr dazu
- 1Zwiebeldünn geschnitten, mitgebraten (optional)
- 2 TLIngwergerieben, für die Fleischmarinade (optional)
- 1 ELMirim, nimmt dem Fleisch den Eigengeruch (optional)Klarer, milder Wein aus vergorenem Reis, in der koreanischen Küche meist zum Marinieren und gegen Fischgeruch verwendet.Ersatz: Trockener Sherry oder ein trockener Weisswein kommen am nächsten, schmecken aber etwas fruchtiger. Nimmt man japanisches Mirin, wird das Gericht süsser, dann den Zucker im Rezept etwas verringern.Mehr dazu
- 1frisch, zum Schluss zugegeben (optional)Frische, unreif geerntete Chilischote, grasig-frisch und je nach Sorte mild bis sehr scharf.Ersatz: Für die milde Sorte eignen sich grüne Spitzpaprika oder Peperoni, für die scharfe Jalapeño oder Serrano. Die Frische bleibt dabei erhalten, nur die Schärfe muss man über die Menge anpassen.Mehr dazu
Zubereitung
- Zutaten vorbereitenKimchi und den Schweinebauch mundgerecht schneiden, den Kimchisaft dabei auffangen, die Frühlingszwiebeln in Ringe oder Streifen schneiden und den Knoblauch fein hacken.
- Das Fleisch marinierenDas Fleisch mit einem Teil des Knoblauchs, der Hälfte der Sojasauce, schwarzem Pfeffer und der Hälfte des Gochugaru würzen und kurz durchziehen lassen; wer mag, gibt geriebenen Ingwer und Reiswein dazu.
- Den Tofu sanft erwärmenReichlich Wasser aufkochen und den Tofublock im Ganzen 3 bis 5 Minuten sanft ziehen lassen – er soll nur durchwärmt werden, nicht sprudelnd kochen.
- Tofu in Scheiben schneidenDen Tofu vorsichtig herausheben, abtropfen lassen, in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden und bis zum Anrichten warm halten.
- Das Fleisch scharf anbratenDas neutrale Öl in einer Pfanne stark erhitzen und das Fleisch darin anbraten, bis es nicht mehr rosa ist; nach Belieben die dünn geschnittene Zwiebel mitbraten.
- Kimchi mitbratenDas Kimchi samt Saft zugeben und 3 bis 5 Minuten braten, bis es weich ist und die Flüssigkeit weitgehend verdampft ist.
- Würzen und glasierenMit Zucker, der restlichen Sojasauce, dem restlichen Knoblauch und dem restlichen Gochugaru abschmecken und noch kurz weiterbraten, bis alles glänzt.
- Frühlingszwiebeln und Sesam unterhebenFrühlingszwiebeln, Sesamöl und geröstete Sesamsamen unterrühren und die Pfanne sofort vom Herd nehmen.
- Anrichten und servierenDie Tofuscheiben auf einer Platte anordnen, die Kimchipfanne in die Mitte oder daneben setzen und alles warm servieren.
Tipps und Varianten
Statt Gochugaru kannst du mit Gochujang würzen oder beides kombinieren – das gibt eine rundere, etwas süßere Schärfe. Praktisch ist auch die Variante, bei der Fleisch, Kimchi, Zwiebel, Frühlingszwiebel und die Würzzutaten 15 Minuten gemeinsam marinieren und dann in einem Zug gebraten werden; Rindfleisch funktioniert dabei genauso gut wie Schwein. Damit der Tofu beim Garen die Form behält, wickelst du ihn in ein Tuch; garst du ihn in gesalzenem Wasser, kann er bis zum Anrichten einfach im heißen Wasser bleiben. Frische grüne Chili und Frühlingszwiebel zum Schluss kurz mitziehen lassen bringt noch etwas Frische. Serviert wird am besten direkt aus der Pfanne heraus, solange der Tofu warm ist – jeder nimmt sich eine Scheibe und legt Kimchi mit Fleisch darauf.
Allergene
Enthält: Glutenhaltiges Getreide, Sesam, Soja
Kann enthalten, wenn du die optionalen Zutaten verwendest: Schwefeldioxid und Sulfite
Die Angaben ergeben sich aus der Zutatenliste dieses Rezepts. Fertigprodukte und Marken können weitere Allergene enthalten — bitte prüfe die Verpackungen selbst.
Stimmt etwas nicht?
Dieses Rezept ist sorgfältig aus unabhängigen Quellen zusammengetragen und geprüft worden. Trotzdem kann sich ein Fehler einschleichen — eine Menge, die nicht aufgeht, ein Schritt, der so nicht funktioniert. Wenn dir etwas auffällt, schreib uns: Wir sehen es uns an und bessern nach.


